K -News vom 17.07.2014

Vollautomatische Etikettiermaschinen für mehr Effizienz im Unternehmen


Längst schon genügt es in den meisten Produktionsbereichen der Kunststoffbranche nicht mehr, Artikel und Verpackungen per Hand zu etikettieren. Da sich immer mehr Fabrikanten auf steigende Produktionsmengen, schnellere Durchlaufzeiten und hohe Präzision bei der Etikettierung einstellen müssen, steigt der Großteil der Hersteller von Kunststoffprodukten auf halb- oder vollautomatische Etikettiermaschinen um. 

Bei Etikettiermaschinen handelt es sich um Etikettendrucker mit angebautem Applikator zum Aufbringen der Etiketten, die es ermöglichen den Etikettierungsprozess im Gegensatz zum manuellen  Vorgang enorm zu optimieren. Halbautomatische Etikettierer sind noch auf menschliche Arbeitskraft angewiesen, hier wird das Produkt dem Etikettierer zugeführt sowie Druck- und Spendevorgang per Hand ausgelöst. 

Vollautomatische Etikettiermaschinen hingegen übertreffen sowohl die menschliche als auch die halbautomatische Etikettierung an Effizienz und Schnelligkeit bei Weitem. Sie werden vor allem in Fertigungsstraßen mit Förderbändern eingesetzt. Die Produkte beziehungsweise Verpackungen passieren hier meist den Sensor einer Lichtschranke, die den Etikettiervorgang des Etiketts automatisch auslöst. Dies sichert unter anderem die Reduzierung von Ausschuss und eine geringere Fehlerquote.

Für einen reibungslosen Spendevorgang müssen einige Kriterien – vor allem das Etikettenmaterial betreffend – eingehalten werden. Papieretiketten werden zunehmend von Folienetiketten abgelöst, da sich hier ein größere Gestaltungspielraum bietet: Ob grellbunt, transparent oder metallisiert, der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Folienetiketten sind zwar auf dem Vormarsch, allerdings gestaltet sich auch ihr Einsatz komplizierter, denn um in der Etikettiermaschine Verwendung zu finden, muss das Etikettenmaterial eine gewisse Steifigkeit aufweisen – eine Eigenschaft, die vor allem Kunststoffe wie PP und PET mit sich bringen.


Die effektive Etikettierung von Kunststoff und PET-Flaschen

Bei der Herstellung von Kunststoffverpackungen ist gerade die Etikettierung von Flaschen von  Bedeutung. Hier bietet sich die Rundumetikettierung an, die auf runde oder gewölbte Produkte spezialisiert ist, welche dann im Stillstand oder im Durchlauf mit verschiedenen Formaten etikettiert werden.

Ein Spezialist für verschiedenste Etikettiersysteme für Kunsstoffe, Dosen und Rohre ist beispielsweise etimark aus Bad Nauheim, der einem führenden Hersteller von Mineralwasser der Region bei der Optimierung seines Etikettierungsprozesses half: Ziel war es, den Kennzeichnungsprozess zu beschleunigen und hierbei den Anpressdruck so gering wie möglich zu halten. Das automatische Etikettiersystem von etimark, das hierzu installiert wurde, wird eingesetzt, um die eingeschrumpften Sixpacks von Halbliterflaschen mit dem entsprechenden EAN-Etikett zu versehen.

Nach der Abfüllung der PET-Flaschen werden diese zu sechs Flaschen gruppiert und mit Schrumpffolie überzogen. Mit einer Geschwindigkeit von circa 15.000 Flaschen pro Stunde etikettiert die Etikettiermaschine „etimark Select A“ dann die fertigen Packs.  Das Etikett wird von oben aufgestempelt. Um einer Verletzung der Schrumpffolie vorzubeugen, muss hier auf einen möglichst geringen Anpressdruck geachtet werden. 

Die Folie ist bei diesem Produktionsschritt noch sehr nachgiebig, die Auftragefläche uneben, was die Etikettierung umso schwieriger macht. Jedoch ist auch dieses Problem kaum eine Herausforderung für die hochspezialisierten Maschinen. In vorliegendem Fall wurde in die Etikettieranlage ein Kissen integriert, das den Druck verteilt. Zwei Lichtschranken steuern zusätzlich die Positionierung des Etiketts, was die Maschine auch für wechselnde Produktgrößen prädestiniert.

Trotz Komplexität und Spezialisierung und damit verbundener Anschaffungskosten ist der Return of Investment bei Etikettiermaschinen meist in kürzester Zeit erreicht. Um das volle Potenzial von Maschinen zu nutzen muss der gesamte Ressourcenfluss betrachtet werden, der Material, Personal und Daten umfasst. Maschinensysteme wie vollautomatische Etikettiermaschinen können hier maximale Produktivität bei minimalem Aufwand garantieren. 
 

Ausschlaggebend: der Kauf des passenden Gerätes

Vollautomatische Etikettiermaschinen ist nicht gleich vollautomatische Etikettiermaschine. Auf einem sich ständig wandelnden Markt und einer Flut von Herstellern wie Zebra, Cab, Toshiba, Datamax, TSC, Intermec, Sato und Godex ist es wichtig, genau das passende Gerät für die gestellten Anforderungen u finden, sonst ist auch bei einer vollautomatischen Lösung die Effizient dahin. Das gilt sowohl für Etikettiermaschine als auch für den Etikettendrucker. Das richtige Gerät zu finden ist Grundvoraussetzung, und oftmals gar nicht so einfach. Testausdrucke vor dem Kauf und Bewertungen anderer Nutzer können hilfreich sein. Ein spezialisierter Servicetechniker sollte sich auf jeden Fall in der Nähe befindet, falls es doch einmal Schwierigkeiten gibt und hohe Ausfallkosten drohen.

Die folgende Checkliste zum Etikettendruckerkauf kann bei der Entscheidung für ein passendes Gerät äußerst nützlich sein, damit die Anschaffung ihren Zweck erfüllt und erheblich zur Effizienzsteigerung im Unternehmen beiträgt. 



Kontakt:  www.etimark.de

 




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