| K -News vom 19.06.2001 |
| Zu den von Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses des Bundestages - wie am 17. Juni in der Bild am Sonntag gemeldet - erhobenen Vorwürfen, dass "Milliardenbeträge im Verwaltungsdickicht der Rentenversicherung verschwinden", stellt der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR), Prof. Dr. Franz Ruland, fest: Die
Verwaltungskosten der gesetzlichen Rentenversicherung liegen bei rund 1,6 Prozent der gesamten Ausgaben. Damit werden nicht nur die Personalkosten der bei den 26 Rentenversicherungsträgern tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestritten, sondern auch die der in über 100 eigenen Reha-Kliniken der Rentenversicherung Beschäftigten. Mit diesem geringen Verwaltungskostenanteil steht die gesetzliche Rentenversicherung mit an der Spitze aller vergleichbaren öffentlichen Einrichtungen und braucht auch nicht den Vergleich mit privatwirtschaftlich geführten Versicherungsunternehmen zu scheuen. Die Selbstverwaltung der Rentenversicherung hat bereits vor längerem detaillierte Vorschläge für eine Neuorganisation der gesetzlichen Rentenversicherung unterbreitet. Wenn sich Bund und Länder bisher noch nicht auf ein gemeinsames Konzept hierfür geeinigt haben, so kann dies nicht der Rentenversicherung angelastet werden. Im übrigen weist der Geschäftsführer des VDR die Ausführungen des FDP-Haushaltsexperten Koppelin zurück, "die Rentenbeiträge seien nicht dazu da, um damit Versorgungsposten für verdiente Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre zu finanzieren." Herrn Koppelin scheint entgangen zu sein, dass die Vorstandsvorsitzenden der Rentenversicherungsträger nach dem Sozialgesetzbuch ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben, für die keine Gehälter gezahlt werden. Von Versorgungsposten kann also keine Rede sein. Text: VDR |
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