| K -News vom 06.03.2002 |
| Wilden AG - Innovation in Kunststoff
Wilden auf der Hannovermesse Halle 004 Stand-Nr. E20 - 36 Mit einer neuen IMD-Produktionstechnologie (In Mould Decoration) hat die Regensburger Wilden AG die Fertigung von Handy-Displays signifikant rationalisiert und sich damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gesichert. Während bei der IMD-Fertigung die Restlackentfernung bisher manuell erfolgte, werden bei Wilden die Displays nun vollautomatisch gereinigt, geprüft und verpackt. Und so funktioniert´s: Die IMD-Folie wird mittels Sensoren im Werkzeug positioniert, das Werkzeug schließt und der heiße Kunststoff (glasklares PMMA) löst die Lackschichten von der Trägerfolie ab. Das Teil ist dekoriert. Ein 6-Achsen-Roboter mit einer Positionsgenauigkeit von 3/100 entnimmt die Teile und transportiert sie zur vollautomatischen Reinigungsstation. Hier werden die Teile mit Hilfe eines Bürstensystems und ionisierter Luft gesäubert. Im Anschluss befördert sie der Roboter zum Vision Control System. Die Ausschussquote wird durch dieses neue Verfahren gegenüber der herkömmlichen Fertigungsmethode entscheidend gesenkt und dementsprechend die Anlageneffizienz enorm gesteigert. Durch den Einsatz dieser jüngsten IMD-Fertigungsgeneration konnten die Herstellungskosten gegenüber dem manuellen Verfahren signifikant gesenkt werden. Dieses Fertigungssystem wird bereits erfolgreich für die neuste Generation der Siemens-Mobiltelefone angewendet. Um den hohen Reinheits-Anforderungen der Siemens AG gerecht zu werden, erfolgt die Zufuhr des PMMA in Glasleitungen. Filter in der Trockenanlage halten die Feinststäube aus dem Granulat und damit sämtliche Unreinheiten zurück. Mit der neuen IMD-Fertigung stellt Wilden als führender Hersteller von technischen und medizinischen Kunststoffsystemen erneut die hohe Innovationskraft des Unternehmens unter Beweis. Bereits bei der Produktion von Gehäusen für Mobiltelefone positionierte sich die Wilden AG durch den Einsatz der Würfeltechnologie marktführend. Wilden setzte diese Technologie als Erster zur Herstellung von Ober- und Unterschalen für Mobiltelefone ein. Vorteil dieses Etagen-Mehrkomponenten-Werkzeugs: Es reduziert die Herstellungskosten um bis zu 25 Prozent und ermöglicht gegenüber der konventionellen Mehrkomponententechnik, hohe Stückzahlen innerhalb kürzester Zeit auszustoßen. Mit der vollautomatischen IMD-Fertigung als auch dem Einsatz der Würfeltechnologie reagiert Wilden auf die Erfordernisse des Mobiltelefon-Marktes - sprich, die immer kürzeren Produktzyklen. Denn Miniaturisierung und Weiterentwicklung in der Mobilfunktechnologie sorgen für die Einführung immer neue Handymodelle in immer kürzeren Zeitabständen. Der neue UMTS-Standard wird diesen Trend weiter verstärken. Die Wilden-Gruppe Mit elf Werken und Niederlassungen in Europa und den USA zählt die Wilden-Gruppe zu den größten europäischen Spritzgießunternehmen. Auf einer Gesamtproduktionsfläche von rund 27.500 qm, davon 8.500 qm Reinraum, werden Einzelteile wie komplexe Baugruppen und verkaufsfertige Artikel für die Automobilindustrie, Elektrotechnik und Elektronik, Büro- und Telekommunikation, Diagnostik, Pharmazie und Medizintechnik. Jedes Unternehmen der Wilden AG ist nach DIN ISO 9001 zertifiziert; alle deutschen Unternehmen zusätzlich nach EN 46001. Die Produktionsstätte für technische Kunststoffsysteme, Bereich Automobil, in Wackersdorf ist zusätzlich nach ISO/TS 16949 zertifiziert. Die medizintechnischen Bereiche arbeiten entsprechend dem internationalen GMP-Standard (Good Manufacturing Practice for Medical Devices). ![]()
Text + Bilder: Wilden AG |
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